PTBS - Again and Again

Es war ihr 12ter Geburstag, alle Gäste waren gegangen und nun waren nur noch Mama, Papa und Sie im girlandenbehangenen Wohnzimmer.
Mama schickte sie zu Bett, sie folgte.
3:17Uhr das Telefon klingelt, sie bleibt liegen, Mama wird schon ans Telefon gehen.
Mama geht nicht, sie steht auf, geht ans Telefon. Männerstimme. Schau nach den Eltern sagt die Stimme, bleib wo du bist, sagt sie auch, enden wie Mama & Papa wird sie sonst.
Wie Mama & Papa enden? Sie schlafen doch!
Sie geht langsam den Korridor entlang, der Kater strieft um ihre Beine. Sie steht vor der Schlafzimmertür. Geht hinein...
Da liegen sie, alles ok - aber - sie schaltet das Licht an, sieht, steht da, kann nicht weg sehen.
Sie will weglaufen aber da - ein Mann, ein Fremder, er hat eine Waffe. Er grinst so schrecklich. Hingehen soll sie, zu den Eltern. Sie geht. Legt die Bettdecke um - überall Blut.
Mama & Papa - tot.
Die Geiselnahme dauerte fünf tage an, dann konnte die örtliche Polizei den Geiselnehmer udn Mörder ihrer Eltern überwältigen. Sie lebt heute bei den Großeltern.
____________________________________________
Das könnte einer der Auslöser für eine PTBS, eine Posttraumatische Belastungsstörung sein.
Im englisch-sprachigen Raum oft auch als "PVS" (Post Vietnam Syndrom) bezeichnet, was von der Annahme ausgeht, PTBSen würden nur von Krieg & Folter ausgelöst.
Mittlerweile weiß man aber das alle traumatischen Erlebnisse die mit Todesangst einhergehen, PTBS auslösen können.
Betroffene erleben Flashbacks, oft mit Geräuschen, Emotionen und Gerüchen begleitet. Weiterin kommt es zu Alpträumen und Schlafstörungen. Da oft Amnesien auftreten, gibt es Psychotherapeuten die eien "Regressionshypnose", also eine Erlebnisrückholung anfangen, so das sich der Patient wieder an alles erinnert. Inwieweit das richtig ist, ist umstritten.
Man sollte einen PTBSler nicht "triggern" als im keine Auslöser geben die an das Trauma erinnern.
PTBS ist meistens chronisch, kann sich aber durch Therapien oder auch spontan von selbst bessern.
Geraten wird zu einer Psychotherapie (z. B. kognitive Verhaltenstherapie oder psychodynamische Therapie), in schweren Fällen zu einer stationären Traumatherapie bei der auch Medikamente verabreicht werden.
Besonders schwere Formen sind unteranderem das KZ-Syndrom. Hier werden Menschen zusammen gefasst die den Holocaust überlebten. nach neueren Studien ist zubeobachten das auch die 2. Generation dieser Opfer, also die Kinder der ehemaligen Insassen die nicht dirket dem Naziterror ausgesetz waren, trotzdem Symptome zeigen.
Bei den deutschen Soldaten hingegen, wurden auch PTBS festgestellt - damals als "Kriegszitterer" bezeichnet, da das Hauptsymptom starkes Zittern war. Diese Männer hatten zu dem Zeitpunkt sogut wie keien Heilungschancen da Psychiatrie und Psychologie noch wenig entwickelt waren, was dazu führte das sie den rest ihres Lebens schwerst pflegebedürftig blieben.
Erst später erkannte man, dass auf jeder Seite der Soldaten PTBS auftrat.
Wichtig: PTBS ist heilbar (im besten Falle auch gar nicht therapierbedürftig)
KittyTheCat - 5. Jan, 21:32








